Ein Kinderporträt ist im Moment seiner Entstehung nur ein Bild. Zwanzig Jahre später ist es etwas anderes: der Beweis für eine Zahnlücke, für eine Lieblingsjacke, für einen Blick, den es so nur in diesem einen Jahr gab.
Wir fotografieren Kinder in einem Alter, in dem sich alles jedes Jahr verändert. Das Gesicht, die Größe, die Art zu lachen. Genau deshalb hat ein Porträt aus Kita oder Grundschule einen Wert, der mit der Zeit wächst statt zu verblassen.
Was ein einzelnes Bild speichert
Ein gutes Porträt hält mehr fest als ein Gesicht. Es hält den Zeitpunkt fest: das Kuscheltier im Arm, die Schleife im Haar, das Pflaster am Knie. Jahre später sind das die Details, an denen sich Erinnerungen wieder aufrollen.
- Den Blick, den ein Kind nur in diesem Jahr hat
- Die Lieblingskleidung dieser Zeit
- Die Zahnlücke, die in wenigen Monaten geschlossen ist
- Die Haltung: schüchtern, mutig, verträumt
- Den Ort, an dem der Alltag stattfand
Warum ein Bild mehr zählt als hundert
Auf dem Handy liegen tausende Aufnahmen, und trotzdem findet niemand das eine Bild. Ein Porträt vom Fototag ist ausgewählt, bearbeitet und liegt als Abzug in einer Mappe. Es muss nicht gesucht werden — es ist da.
Das wertvollste Bild ist nicht das schönste, sondern das, das man wiederfindet.
Jahr für Jahr eine Reihe
Wenn ein Kind jedes Jahr fotografiert wird, entsteht eine Reihe. Nebeneinander gelegt zeigt sie eine Kindheit in wenigen Bildern — von der Kita bis zur vierten Klasse. Viele Familien bewahren diese Reihe in einer Mappe auf und legen jedes Jahr ein Bild dazu.
Genau darum nehmen wir uns Zeit für jedes Kind einzeln. Ein Bild, das zwanzig Jahre halten soll, entsteht nicht in fünf Sekunden am Fließband, sondern in einem kurzen echten Moment.
Beispiele für Porträts vom Fototag finden Sie hier: Galerie ansehen


