Eine der ersten Fragen im Vorgespräch lautet: Wo sollen wir aufbauen? Die Antwort hängt weniger von der Größe ab als von Licht, Wegen und Ruhe. Hier stehen die üblichen Orte nebeneinander — mit dem, was sie können, und dem, was sie brauchen.
Wir richten uns nach dem, was die Einrichtung hat. Fast jeder Ort funktioniert, wenn drei Dinge stimmen: genug Tageslicht oder Platz für unser Licht, kurze Wege für die Kinder und ein Hintergrund ohne Unruhe.
Schulhof und Kita-Garten
Draußen sind Kinder am entspanntesten, das Licht ist weich und der Hintergrund grün. Für Porträts und Gruppenbilder ist das Außengelände unser erster Vorschlag, sofern das Wetter mitspielt. Wichtig ist ein ruhiger Abschnitt, möglichst abseits des Pausenbetriebs.
- Vorteil: weiches Tageslicht und natürliche Bewegung.
- Vorteil: Kinder kennen den Ort und kommen ohne Umweg.
- Zu bedenken: Wind, Nässe und laufender Pausenbetrieb.
- Vorbereitung: Zugang klären, eine ruhige Ecke freihalten.
Turnhalle und Bewegungsraum
Der Klassiker bei Regen. Hier gibt es Platz für Aufbau, Wartebereich und Gruppenfoto an einem Ort, und die Kinder haben Bewegungsfreiheit. Das Licht bringen wir mit, weil Hallenbeleuchtung selten schmeichelt. Zu beachten ist der Hall: Große Räume werden schnell laut, deshalb halten wir Gruppen klein und lassen sie nacheinander kommen.
Sportgeräte an den Wänden sind kein Problem, solange wir genug Abstand zum Hintergrund haben. Zwei bis drei Meter reichen meist, damit die Fläche hinter dem Kind ruhig wird.
Aula, Mensa und Flur
Aula und Mensa haben oft große Fensterfronten — fotografisch ein Gewinn. Beide werden allerdings mitten am Vormittag gebraucht, deshalb klären wir die Belegung vorher. Breite Flure mit Fenstern funktionieren erstaunlich gut für Porträts, sind aber für Gruppenbilder zu eng.
Uns ist ein ruhiger kleiner Raum lieber als eine große Halle, durch die ständig jemand läuft.
Klassenzimmer und Gruppenraum
Der vertrauteste Ort für die Kinder, besonders für die Kleinen. Vorteil: kein Ortswechsel, kein Warten auf dem Flur. Nachteil: wenig Platz und ein Hintergrund voller Regale, Bilder und Garderobenhaken. Wir arbeiten dann mit einer freien Wand, dem Fenster als Lichtquelle und engerem Bildausschnitt.
Für das Gruppenbild wechseln wir aus dem Klassenzimmer meistens doch nach draußen oder in die Halle, weil die ganze Klasse mit Abstand einfach mehr Fläche braucht.
Was die Einrichtung vorbereiten kann
- Raum ab dem frühen Morgen freihalten, etwa 30 Minuten Aufbauzeit.
- Eine freie Wandfläche ohne Poster und Haken einplanen.
- Steckdose in der Nähe, falls wir Licht setzen.
- Reihenfolge der Gruppen vorab festlegen.
- Eine bekannte Bezugsperson begleitet die Kinder.
Mehr braucht es nicht. Wir kommen mit allem Nötigen und richten uns nach dem Tagesablauf des Hauses, nicht umgekehrt.
Wie ein Fototag in der Grundschule abläuft: Schulfotografie ansehen


