Ein Fototag steht und fällt mit dem Morgen. Ist der Raum bereit, die Reihenfolge geklärt und jede Kollegin im Bild, wird der Vormittag erstaunlich entspannt. Fehlt eines davon, entsteht Wartezeit — und Wartezeit ist mit Kindern die einzige echte Belastung. Dieser Fahrplan ist aus Sicht des Teams geschrieben, mit dem wir jeden Fototag gemeinsam beginnen.
Wir kommen früh, bauen ohne Publikum auf und sind fertig, bevor die ersten Kinder ankommen. Was das Team vorher entscheidet, sind drei Dinge: welcher Raum, welche Reihenfolge, welche Kollegin begleitet. Alles andere ergibt sich.
Welcher Raum eignet sich für den Fototag?
Am besten ein Raum mit Tageslicht, der für zwei bis drei Stunden entbehrlich ist: Bewegungsraum, Mehrzweckraum, ein leerer Gruppenraum. Wichtiger als die Größe ist die Ruhe. Ein Durchgangsraum funktioniert schlecht, weil ständig jemand hindurch muss.
- Fenster im Raum, Vorhänge lassen sich bei Bedarf zuziehen.
- Etwa vier mal vier Meter freie Fläche genügen für Porträts.
- Kein Durchgangsweg zu Küche, Toiletten oder Garderobe.
- Eine Steckdose in der Nähe, mehr Technik braucht es nicht.
- Draußen als Alternative: ein schattiger Bereich im Garten.
Wenn das Wetter mitspielt, fotografieren wir gern im Garten. Dann brauchen wir nur einen Innenbereich als Rückfallebene. Diese Entscheidung fällt morgens gemeinsam und dauert zwei Minuten.
In welcher Reihenfolge kommen die Gruppen?
Erfahrungsgemäß am besten die Kleinsten zuerst. Sie sind morgens am aufnahmefähigsten und brauchen später ihren Mittagsschlaf. Danach die mittleren Gruppen, zum Schluss die Vorschulkinder — die halten auch am späteren Vormittag noch gut durch.
- Krippe und jüngste Gruppe direkt nach dem Frühstück.
- Mittlere Gruppen im Hauptblock des Vormittags.
- Vorschulkinder zum Schluss, dann folgen die Gruppenbilder.
- Geschwisterkinder aus verschiedenen Gruppen bewusst zusammen einplanen.
- Team- oder Kollegiumsfoto am Ende, wenn die Kinder betreut sind.
Wir fotografieren rund 50 bis 70 Kinder an einem Tag, ohne den Vormittag zu zerlegen. Die Gruppen kommen einzeln, nicht als Warteschlange — vier bis fünf Kinder pro Runde reichen völlig.
Am ruhigsten läuft es, wenn immer nur eine kleine Runde Kinder im Raum ist. Alle anderen spielen weiter, als wäre nichts.
Was sind Ruheinseln und warum helfen sie?
Eine Ruheinsel ist ein Platz direkt neben dem Set, an dem ein Kind einfach nur sitzen und zuschauen darf: eine Bank, ein Kissen, ein Stuhl mit Blick auf die Kamera. Kinder, die zögern, gehen dorthin und entscheiden selbst, wann sie dran sind. Meistens dauert das drei Minuten.
Diese kleine Zone ersetzt jedes Überreden. Wer zuschauen darf, verliert die Scheu von allein — und wer gar nicht möchte, geht ohne Drama zurück in die Gruppe und kommt später wieder. Kein Kind wird zum Set gebracht, das gerade nicht mag.
Wer übernimmt im Team welche Aufgabe?
Eine Person begleitet die Kinder zum Raum und zurück — idealerweise eine vertraute Bezugsperson, nicht die Leitung, die zwischendurch ans Telefon muss. Eine zweite Person behält die Reihenfolge im Blick. Das genügt.
- Begleitung: bringt kleine Runden zum Set und wieder zurück.
- Übersicht: prüft, welche Gruppe als nächste dran ist.
- Leitung: bleibt frei für Rückfragen und für das Team-Foto.
- Die Einwilligungen liegen gesammelt vor, bevor der Tag beginnt.
- Bestellung und Abwicklung übernehmen wir vollständig über QR-Karten.
Was das Team ausdrücklich nicht tut: Geld einsammeln, Listen führen, Bestellungen weitergeben. Jede Familie erhält eine persönliche QR-Karte für die geschützte Galerie und bestellt direkt bei uns. Die Lieferung geht nach Hause.
Den vollständigen Ablauf eines Fototags finden Sie hier: Ablauf ansehen


